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von Eric-Emmanuel Schmitt Diese Inszenierung ist ein kleines Meisterwerk der Emotionen. In einer zauberhaft philoso- phischen Erzählung lernen wir den an Leukämie erkrankten Oskar kennen. Er weiß, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat. Seine Eltern meiden dieses Thema. Nur die ehemalige „Catcherin“ Oma Rosa hat den Mut, mit Oskar über seine Fragen nachzudenken. Sie rät ihm, sich jeden verbleibenden Tag wie 10 Jahre vorzustellen und so durchlebt Oskar auf wunder- same Weise ein ganzes Menschenleben: Pubertät, erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter. Glücklich, erschöpft und manchmal auch enttäuscht und nachdenklich erstattet er dem lieben Gott davon Bericht und kann schließlich erfüllt und mit seinem Schicksal versöhnt, sein Erdendasein beenden.
Es ist eine Geschichte vom Kummer, vom Verlust, vom Tod, von der Liebe, vom Erwachsenwerden und von der Toleranz in dieser durchgeknallten Zeit, in der wir leben. Eine Inszenierung in Sachen Güte. Eine unendlich zarte, schöne und liebevolle Geschichte.
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Spiel: Jeannette Luft und Leo Mosler Regie: Detlef-A. Heinichen Ausstattung: Matthias Hänsel
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